F3 Gebäude brennt Dachstuhl

Einsatz Nr: 20
Datum: 29-04-2026
Alarmzeit: 17:24 Uhr
Dauer: 9 Stunden 6 Minuten
Einsatzort: Neuenheim
Fahrzeuge: HLF10, LF KatS, MTW
Weitere Kräfte:
Einsatzbericht:
Am heutigen Tag wurde die Feuerwehr Heidelberg zu einem gemeldeten Dachstuhlbrand nach Neuenheim gerufen. Bereits auf der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung sichtbar. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich die dramatische Lage: Das Dachgeschoss eines vierstöckigen Wohnhauses stand bereits auf der gesamten Fläche im Vollbrand.
Umgehend wurde die Brandbekämpfung eingeleitet, wobei wir die Abschnittsleitung in der Kepplerstraße übernahm und unter anderem die Einspeisung der ersten Drehleiter (DLK 1) sicherstellte. Während im Dachbereich die massiven Löscharbeiten anliefen, konzentrierten sich weitere Trupps auf die Rettung von Sachwerten und Tieren. Im ersten Obergeschoss konnten zwei Katzen erfolgreich lokalisiert und gerettet werden. Bei dieser Rettungsaktion wurden 2 Feuerwehrfrauen von den verängstigten Tieren mehrfach gebissen. Beide wurden umgehend durch den Rettungsdienst erstversorgt und fuhren später zur weiteren Behandlung in die Universitätsklinik Heidelberg, wo eine notwendige siebentägige Antibiose eingeleitet wurde. Die Katzen konnten später wohlbehalten an ihre Besitzer übergeben werden.
Im weiteren Einsatzverlauf mussten umfangreiche Einreißarbeiten an der Dachhaut durchgeführt werden. Hierzu nutzten die Einsatzkräfte ein am Gebäude stehendes Baugerüst, um gezielt Glutnester abzulöschen. Parallel dazu wurde das angrenzende Nachbargebäude kontrolliert, um eine Brandausbreitung zu verhindern. Hierbei musste eine Tür im Dachgeschoss gewaltsam geöffnet werden, woraufhin die Räumlichkeiten mittels Wärmebildkamera und Kohlenmonoxid-Messgeräten überprüft wurden. Zur besseren Lagebeurteilung aus der Luft wurde zudem die Drohneneinheit des THW eingesetzt.
Der Einsatz erforderte eine enge Zusammenarbeit zahlreicher Einheiten. Neben der Berufsfeuerwehr Heidelberg waren die Abteilungen Neuenheim, Handschuhsheim, Altstadt und Pfaffengrund sowie die Führungsgruppe und die Versorgungsgruppe im Einsatz. Unterstützt wurden die Maßnahmen durch den Rettungsdienst (mit OrgL und LNA), den DRK Ortsverein Nord, die Polizei sowie die Stadtwerke Strom. Ein Fachberater Bau des THW beriet die Einsatzleitung hinsichtlich der Gebäudestatik. Nach den intensiven Löschmaßnahmen schlossen sich langwierige Nachlöscharbeiten und eine Brandwache an, um ein Wiederentflammen sicher auszuschließen.